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Wie man als Freelancer eine persönliche Marke aufbaut

Personal Branding macht es möglich, eine persönliche Marke aufzubauen. Während sich Branding bislang auf Produkte und Dienstleistungen fokussiert, ist Personal Branding, insbesondere für Selbstständige und Freelancer, eine exzellente Möglichkeit, um sich als Marke zu inszenieren. Was Personal Branding ist, wie es funktioniert und wie du mit Selbstmarketing deinen Bekanntheitsgrad, deine Auftragslage und deinen Verdienst steigern kannst, erfährst du hier.

Was ist Personal Branding?

Branding – die Entwicklung und Nutzung von Markennamen – wird regelmäßig mit Produkten und Dienstleistungen in Verbindung gebracht. Doch Branding lässt sich auch für die Selbstvermarktung nutzen, durch den Aufbau als Marke und die öffentliche Inszenierung. Insoweit ist Personal Branding die Markenbildung rund um die eigene Person.

Das gezielte Selbstmarketing ist auf die Darstellung persönlicher und fachlicher Kompetenzen und auf die Etablierung eines authentischen Images gerichtet. Personal Branding gelingt besonders gut im Internet und durch die Nutzung von Social-Media-Plattformen. Ziel ist, sich durch Personal Branding als Experte und Marke zu positionieren und zu präsentieren. Insoweit ist es ein sehr kostengünstiges Instrument der Selbstvermarktung, das die Auftragslage nachhaltig verbessert und stabilisiert sowie neue berufliche Chancen eröffnet.

Warum sich der Aufbau einer persönlichen Marke lohnt

Es sind nicht nur Prominente, die ihre eigene Marke aufbauen. Jeder hat die Möglichkeit, Personal Branding zu betreiben. Das gilt insbesondere für Freiberufler und Selbstständige, aber auch für Angestellte.

Um beruflich neue Kontakte zu knüpfen, bieten sich insbesondere die Business-Netzwerke an. Ein eingestellter Lebenslauf sowie die Auflistung von persönlichen Kompetenzen und Qualifikationen schafft ausreichend Gelegenheit, sich zu inszenieren. Darüber hinaus bieten eine eigene Website sowie klassische Social-Media-Plattformen die Möglichkeit, die Kompetenzen und das fachliche Wissen vertiefend darzustellen.

Folgende Auflistung zeigt einige der Benefits, die Personal Branding mit sich bringt:

  • Steigerung des Bekanntheitsgrades
  • Positionierung und Spezialisierung als Freelancer
  • Abheben von der Konkurrenz durch spezielle Kenntnisse und Fähigkeiten, aber auch durch charakterliche Merkmale und Werte
  • Analyse der Marktsituation in der jeweiligen Branche und Suche nach einer Nische, um das Alleinstellungsmerkmal zu forcieren
  • Erlangen eines Expertenstatus
  • Intensivierung des Selbstmarketings auf unterschiedlichen Kanälen
  • Präsenz im Internet unterstützt den Aufbau eines Netzwerkes
  • Erweiterung des Aktionsradius
  • Verbesserung der Auftragslage und eine damit verbundene Steigerung des Einkommens

Alleinstellungsmerkmal: Finde deine Nische

Freiberufler, Selbstständige und Kleinunternehmer sollten ein Alleinstellungsmerkmal, also eine Unique Selling Proposition (USP) haben. Denn nur wer einzigartig ist, kann sich von der Konkurrenz absetzen und sich erfolgreich positionieren. Auf der Suche nach einem Alleinstellungsmerkmal sind verschiedene Fragestellungen hilfreich:

  • Warum soll der Kunde dein Produkt oder deine Dienstleistung kaufen und nicht die des Mitbewerbers?
  • Was macht dein Unternehmen einzigartig?
  • Warum bist du einzigartig? Was sind deine Kernkompetenzen und Stärken? Was hast du zu bieten, was der Kunde nur bei dir findet?

In 4 Schritten ein individuelles Alleinstellungsmerkmal suchen und finden:

  1. Analysiere deine Mitbewerber in Bezug auf das Angebot, auf die Produkte, Dienstleistungen, Serviceleistungen, die Preisgestaltung, das Image, die Qualifikation, das Auftreten, die Werbeaussagen und werblichen Maßnahmen. Informationen dazu erhältst du über Verkaufsprospekte, Flyer, Broschüren, Internetaktivitäten, Messebesuche sowie Presseberichte.
  2. Definiere deine Stärken im unternehmerischen Bereich sowie deine persönlichen Fähigkeiten und dein Fachwissen.
  3. Frage dich nach dem Nutzen, den die Kunden von deinem Angebot haben. Welche Probleme haben Kunden, die du mit deinem Produkt, deinen Dienst- und Serviceleistungen und mit deiner Persönlichkeit lösen kannst?
  4. Frage dich, welche zusätzlichen Leistungen du anbieten kannst, um dich zu positionieren. Arbeite an deiner Persönlichkeit und an deinem Auftreten. Finde deinen Fach- und Teilbereich, indem du ein ausgewiesener Experte bist. Fördere deine Stärken und fokussiere dich auf deine Kernkompetenzen.
  5. Präsentiere mit jedem Kundenkontakt, über deine Website, soziale Netzwerke und andere Plattformen dein Alleinstellungsmerkmal.

Personal Branding planen – Schritt für Schritt

Es gibt verschiedene Elemente, die das Personal Branding und den Markenaufbau bedingen.

Sei und bleibe authentisch

Authentisch bist du, wenn du dich auf dich und deine Ziele konzentrierst, wenn du dich fragst, ob das, was du tust, das Richtige ist, und wenn du deiner Leidenschaft folgst. Erzähle deine persönliche Geschichte, deinen Werdegang und wie du zu dem gekommen bist, was du heute machst. Die beste Wirkung erzielst du, wenn du deine User und Kunden emotional berührst.

Tritt nach außen als Marke auf

Überlege dir ein einheitliches Design, das dein Angebot und deine Intention widerspiegelt und achte auf einen hohen Wiedererkennungswert. Überlege dir, welcher Sprachstil zu dir passt, der deine Persönlichkeit unterstreicht. Bestimme deine Werte und Ansichten und tritt nach außen entsprechend auf.

Verbreite und teile dein Wissen

Mit Inhalten, die einen Mehrwert bieten und die dich als Experten ausweisen, verbesserst du deine Reputation. Diesbezüglich gibt es zahlreiche Möglichkeiten, dein Wissen zu verbreiten:

  • Veröffentliche Themen mit einem aktuellen Bezug, sofern sie zu dir und deinem Angebot passen.
  • Nutze deine Website und deinen Blog als Content-Anker und füttere sie regelmäßig mit Inhalten, die einen Bezug zu deiner Persönlichkeit, deinen Stärken sowie deinen fachlichen Kenntnissen haben. Wichtig ist, dass die Texte einen inhaltlichen Mehrwert bieten, sodass sie einen Erinnerungswert entfalten. Oberflächliches Vielschreiben führt insoweit nicht zum gewünschten Ziel, entscheidend ist die Wissensvermittlung.
  • Soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook, Instagram oder auch LinkedIn und Xing eignen sich für die Verbreitung von Inhalten mit Mehrwert sowie zum Starten von Gesprächen und Diskussionen. Achte auf eine Mischung aus eigenen und fremden Inhalten mit einem entsprechenden inhaltlichen Bezug, um auch die Vernetzung anzuregen.
  • Präsentiere dich auf Portalen deines Fachbereichs, um neue Kunden und Aufträge zu akquirieren. Bist du beispielsweise in der Kreativbranche tätig, platziere dich auf Freelancer-Plattformen wie freelanceXpress und aktualisiere dein Profil regelmäßig.
  • Auch persönliche Treffen verstärken dein Personal Branding, zum Beispiel auf Messen, Branchenevents und Themenstammtischen.
  • Kontakte zu bloggenden Kollegen kannst du für Gastbeiträge nutzen. Gleiches gilt für Online- und Offline-Magazine, die Raum bieten, um Gastbeiträge zu veröffentlichen.
  • Vorträge halten, Whitepaper, E-Books, Podcasts und Webinare bieten sich ebenfalls an, um das Personal Branding zu unterstützen. Gute Qualität spricht sich in Fachkreisen schnell herum, sodass sich weitere Kontakte und gegebenenfalls Einladungen ergeben.

Bleibe permanent auf dem Laufenden. Informiere dich fortwährend über neue Trends und Entwicklungen im Marketing, durch Webinare namhafter Marketeers, durch Marketing-Messen sowie -Blogs und mithilfe von Fachliteratur.

Fazit

Personal Branding schafft ganz neue Möglichkeiten, das eigene Geschäftsmodell zu erweitern und Netzwerken zu forcieren. Wichtig ist, den roten Faden nicht zu verlieren und darauf zu achten, dass deine Marke deine Persönlichkeit widerspiegelt und charakterlich positive Merkmale aufweist. Außerdem solltest du dein Image immer im Blick behalten und in Bezug auf die Außenwirkung prüfen. Der Reputationsaufbau und die Markenbildung sind ein langer, zeitaufwändiger Prozess, der eigentlich nie endet. Bleibe deshalb immer am Ball!

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