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So findest du den richtigen Arbeitsort

Die Basics sind erledigt. Dein Laptop ist vorbereitet, die Kunden an Land gezogen und du willst mit dem Arbeiten loslegen. Da fällt dir auf, dass du dir um eine Sache noch nicht so viele Gedanken gemacht hast: Wo willst du eigentlich arbeiten?

Home sweet home

Für viele angehende Freelancer ist klar: Die eigenen vier Wände sind die attraktivste Lösung. Klingt ja auch alles sehr gut: Kein Arbeitsweg, keine zusätzlichen Mietkosten, eine Umgebung, in der man sich wohlfühlt und im Bademantel arbeiten kann, während das Mittagessen vor sich hinköchelt und aus den Lautsprechern die eigene Lieblingsmusik dudelt.

So stellen sich viele jedenfalls das Leben als Freelancer vor. Du weißt natürlich, dass das nicht den Tatsachen entspricht. Wer so arbeitet, der wird schnell Probleme kriegen. Angefangen bei seinem Zeitmanagement hin zur Gefahr zahlloser Ablenkungen über die mangelnde Selbstdisziplin. Arbeit bleibt Arbeit – auch im Home-Office.

3 Punkte, die gegen das Home-Office sprechen

Kommen wir zunächst zu den Argumenten gegen das Home-Office.

1. Die Wohlfühlzone wird zur Arbeitszone

Wo du früher ausgespannt hast, sitzt du nun konzentriert, fokussiert und ja, auch gestresst, an neuen Projekten. Deine Wohnung ist Rückzugsort und Arbeitsstation in einem. Nicht jeder kann damit umgehen.

2. Das Abschalten fällt schwer

Das ist das Ergebnis aus Punkt 1 und hat psychologische Gründe. Wir Menschen brauchen in der Regel räumliche Trennungen. Das ist bei Beziehungen nicht anders – wenn es nicht mehr läuft, zieht man aus der gemeinsamen Wohnung aus. Bei Arbeit vs. Freizeit sieht es ähnlich aus. Das Gros der Leute kann nicht zwischen diesen beiden Bereichen trennen, ohne eine räumliche Trennung vorzunehmen. Bei einer Einraumwohnung ist das natürlich besonders krass.

3. Du isolierst dich

Auch das ist eine Gefahr beim Arbeiten im Home-Office. Wer nicht aus der Bude kommt, der erlebt auch nichts. Und beraubt sich so neuer Impulse und dem klassischen ‚Tapetenwechsel‘. Das ist besonders für die Kreativen unter den Freiberuflern ein großes Problem, das sie nicht unterschätzen sollten.

Tipp: Lies auch den Beitrag: 5 Dinge, die du im Home Office verpasst

Und jetzt?

So, habe ich dich jetzt genug verunsichert? Das war natürlich nicht meine Absicht. Mit dieser kleinen Aufzählung wollte ich dich einfach für die Nachteile des Home-Office sensibilisieren. Diese Nachteile müssen bei dir gar nicht in dieser Form auftreten.

Es ist eben immer eine Typ-Frage, womit man am besten zurechtkommt. Ich für meinen Teil arbeite am liebsten im Home-Office, brauche aber von Zeit zu Zeit den persönlichen Kontakt zu anderen Selbstständigen, um nicht nur im eigenen See zu rudern, sondern das weite Meer besser kennenzulernen. Wäre da aber nicht der Coworking Space die bessere Wahl?

3 Punkte, die gegen den Coworking Space sprechen

Coworking Spaces bzw. Coworking Offices sind schwer angesagt. Wir sehen auf Instagram die Fotos hipper Lofts und Bürobernhardiner auf flauschigen Decken. Goldig. Aber über die Nachteile redet fast niemand.

1. Du bist nie allein

Wenn du nicht gerade um 4 Uhr morgens vorbeischaust, wirst du immer von Co-Workern umgeben sein – Rumgelatschte in deinem peripheren Blickwinkel, Tastengeklacker und Essgeräusche inklusive. Und selbst um 4 Uhr morgens gibt es womöglich jemanden, der dort herumstromert. Mache dir bewusst, dass du bei einem Coworking Space immer mit anderen Menschen arbeitest. Klar, ist ja auch der Grundgedanke. Doch gerade dieser Umstand kann, insbesondere für Hochsensible, extrem störend und ablenkend sein.

2. Es ist teuer

Das ist natürlich relativ. Aber als frisch gebackener Freiberufler musst du wissen, ob du 200 – 300 Euro und mehr, je nach Lage der Coworking Spaces, im Monat verschmerzen kannst. Und das dafür, dass du einen Schreibtisch und WLAN gestellt bekommst. In einem Raum voller Menschen. Moment mal – wolltest du nicht gerade deshalb aus deinem Job raus? Um frei und unabhängig arbeiten zu können? Eben.

3. Du fährst ständig hin und her

Du investierst nicht nur Geld, sondern auch Zeit. Zeit, die du dafür nutzen könntest, dir in Ruhe einen schönen Morgenkaffee zu gönnen oder die Wäsche zu waschen. Zeit, die du selbstverständlich auch für deine Projekte aufbringen könntest. Und diese Anfahrtswege sind nicht zu unterschätzen. Stelle dir mal vor, du fährst jeden Tag 20 Minuten zu deinem Coworking Space. Das sind am Tag mit Rückfahrt 40 Minuten und bei einer 5-tägigen Arbeitswoche 200 Minuten. Du verbringst also über 3 Stunden nur mit Hin- und herfahren.

Meine Lösung: Das Home-Office

Coworking Spaces halte ich für spannend und ich schaue mich aktuell nach einem um. Klar, sie mögen im Trend liegen, weil es cool und proaktiv aussieht, zusammen mit anderen Freelancern und Gründern in einem auf Retro getrimmten Loft zu sitzen. Aber das ist nicht die Grundlage, auf der du dich dafür oder dagegen entscheiden solltest.

Natürlich lernst du dort neue Leute und Projekte kennen. Doch diese Möglichkeit kannst du auch viel zielgerichteter und punktueller bei Gründertreffen, Konferenzen, Vereinen usw. wahrnehmen. Dazu musst nicht täglich in einen hunderte Euro teuren Coworking-Arbeitsplatz investieren.

Fazit

Es bleibt natürlich dir überlassen, welchen Arbeitsort du dir aussuchst. Du kannst auch beide Varianten ausprobieren, um so herauszufinden, welches Modell besser zu dir passt. Wie du dich auch entscheidest: Ich wünsche dir viel Erfolg und frohes Schaffen.

Finde heraus, ob du in den Coworking Space passt

Ich bin am liebsten unter Menschen.
Manchmal habe ich Schwierigkeiten damit, mich selbst zu motivieren.
Das Alleinsein fällt mir schwer.
Arbeit und Freizeit trenne ich strikt voneinander.
Jeden Tag aus der Wohnung rauskommen – das muss einfach sein!
In einer Gruppe zu arbeiten, gibt mir einen positiven Synergie-Effekt.
Gespräche mit anderen Menschen helfen mir dabei, mehr an mich und mein Projekt zu glauben.
Ich liebe es, die persönlichen Geschichten anderer Menschen zu erfahren und etwas für mich selbst daraus zu lernen.
Meine Wohnung ist mein Rückzugsort. Hier brauche ich eine entspannte Atmosphäre.
Da ich regelmäßig Kunden empfange, ist mir eine ansprechende Geschäftsadresse wichtig.

Erfahre, ob das Home-Office gut für dich ist

Zum Arbeiten brauche ich volle Konzentration ohne jegliche Störungen.
Meine Kosten möchte ich so gering wie möglich halten.
Schon immer habe ich Aufgaben am liebsten allein angepackt.
Effizienz ist mir wichtig. Ich möchte keine Zeit damit verlieren, von A nach B zu kommen.
Ruhe ist mir beim Arbeiten das Wichtigste.
Als Autodidakt bringe ich mir die Dinge am effektivsten selbst bei, die ich wissen muss.
Am liebsten koche ich selbst.
Geräusche, Gespräche oder klingelnde Telefone – all diese Dinge lenken mich ab.
Wenn ich eine Weile mit anderen Menschen zusammen war, brauche ich Zeit für mich.
Ich trage gern bequeme, lässige Kleidung.

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