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5 Fehler beim Netzwerken

Du kennst dich mit Facebook aus und Instagram Stories begleiten dich durch den Tag? Sehr gut! Doch gerade weil Social Media eine hervorragende Brücke zwischen Freelancern und Auftraggeber bildet, solltest du auf diesem sicheren Weg bleiben und die No-Gos links und rechts von dir meiden.

1. Einseitig denken

Netzwerken lebt vom Austausch. Wer sich nur aus egoistischen Motiven heraus mit anderen Menschen und Unternehmen vernetzt, wird langfristig nicht erfolgreich sein. Dazu gehört auch die ausschließliche Absicht, Kunden an Land zu ziehen.

Es ist in Ordnung und ein zentraler Antrieb, dass du deinen Nutzen aus Netzwerken ziehen möchtest. Doch du solltest dies nicht auf Kosten anderer tun. Wir haben nur 24 Stunden und eine begrenzte Aufmerksamkeit. Respektiere daher die Zeit anderer Menschen und sei dir im Klaren darüber, dass alle etwas vom Netzwerken haben wollen.

2. Sich nicht am Austausch beteiligen

In welchem Netzwerk du dich auch bewegst: Der Austausch ist das A & O. Wenn du stur dein eigenes Zeug postest, kommt das nicht nur als aufdringliche Werbung rüber, du wirst auch nicht die gewünschte Aufmerksamkeit erhalten und keine Reichweite aufbauen.

Lies daher die Beiträge anderer Mitglieder, like deren Fotos, beteilige dich an fachlichen Diskussionen, mische dich mit Bedacht und guten Argumenten ein. Streits solltest du natürlich nicht vom Zaun brechen, sondern stets konstruktiv bleiben. Welche Fragen du dir dabei stellen solltest und einige Hinweise zum Kommentieren habe ich in einem Artikel bei Zielbar beschrieben.

3. Beiträge ohne Teaser teilen

Es ist toll, wenn du die Beiträge anderer teilst. Das nennt sich Content Curation und kann dafür sorgen, dass du neue Follower/Fans/Abonnenten gewinnst. Aber bitte teile Inhalte nicht, ohne sie anzuteasern. Soll heißen: Beschreibe in einem kurzen Satz, worum es in dem Artikel geht. Verwende darüber hinaus Hashtags, um deinen Post bekannter zu machen. Aber Achtung: Nutze nur thematisch passende Hashtags und nicht zu viele!

Darüber hinaus kannst du einen Teil deiner Social-Media-Aktivitäten automatisieren. Mit Tools wie Buffer, Hootsuite oder Tailwind (speziell für Pinterest und Instagram) lassen sich Social-Media-Posts vorausplanen.

4. Unregelmäßig interagieren

Du bist drei Tage lang mächtig aktiv in den Netzwerken und lässt dann wochenlang gar nichts mehr von dir hören? Keine gute Idee. Du brauchst eine Social-Media-Strategie, wenn das Ganze funktionieren soll. Überlege dir daher, wie viel Zeit du investieren willst.

Welche Netzwerke möchtest du überhaupt bespielen? Auch hier gibt es Unterschiede: Während bei Twitter ein reger Austausch mit mehreren Tweets am Tag sogar gewünscht ist, kann dieselbe Herangehensweise bei einem ‚gesetzteren‘ Business-Netzwerk wie LinkedIn schnell nerven. Werde für deine Follower zum zuverlässigen und angenehmen Social-Media-Partner, indem du in regelmäßigen Abständen, die nicht zu groß sein sollten, von dir hören lässt.

5. Leute nerven: So gelingt es dir garantiert

All die vorangegangenen Fehler führen entweder dazu, dass potenzielle Auftraggeber dich nicht wahrnehmen oder von dir genervt sind. Und du willst weder das eine noch das andere. Möchtest du Usern aber so richtig auf den Keks gehen, befolge diese unschlagbaren Tipps:

Fordere ein

Am besten gleich nach dem zarten Erstkontakt solltest du von deinem Gegenüber Gefälligkeiten erbitten und Deals forcieren. Schreibe ein kurzes, nichtssagendes „Hallo“ und gehe sofort aufs Ganze: Fordere den anderen dazu auf, deine Beiträge zu teilen, deine Fanpage zu liken oder deine Dienstleistungen zu buchen. Solch ein Verhalten wird immer gern gesehen.

Werde zur Korrekturpolizei

Korrigiere fremde Beiträge, wo es nur geht. Tue dies auf eine herablassende, besserwisserische Art und vor allem öffentlich im Kommentarbereich. Bleibe auch hier konsequent und aufdringlich. Als i-Tüpfelchen kannst du dich darüber hinaus auch in die geschäftlichen Angelegenheiten des anderen einmischen und ungefragt Tipps zur Verbesserung seiner Businessstrategie zum Besten geben.

Halte dich nicht an Absprachen

Ihr habt euch auf einen Hangout, ein Skype-Meeting oder aber auf geschäftliche Zusammenarbeit geeinigt? Das kannst du alles über Bord werfen, da das ja nur lockere Internetabsprachen sind. Sage fest zu und erscheine dann einfach nicht. Der andere wird begeistert sein und deine Zuverlässigkeit mit Sicherheit auch bei seinen anderen Netzwerkkontakten anpreisen!

Schreibe Romane

Werde ausführlich, denn der Empfänger deiner Nachricht hat massig Zeit. Deswegen kann er auch locker die Facebooknachricht von 1.000 Wörtern Länge und mehr durchlesen. Streue viele Details ein, das macht es interessanter!

Falls du mehrere Fragen hast, solltest du sie geballt in einen langen Text stopfen und ungeduldig nach einer Antwort verlangen, wenn diese nicht unverzüglich bei dir eintrifft. Betone hierbei auch, falls diese Funktion vorhanden ist, dass du genau weißt, wann der andere die Nachricht gelesen hat und nun keine Ausrede besteht, nicht zu antworten.

Weder zu viel noch zu wenig

Es gibt natürlich noch weitere Fettnäpfchen beim Netzwerken. Doch wenn du die genannten vermeidest, bewegst du dich als Freelancer ein ganzes Stück eleganter durch die Welt der Social Media. Denke immer daran, dass es auch online Prinzipien gibt, die sich an der zwischenmenschlichen Kommunikation orientieren. Und offline achtest du schließlich auch darauf, wie du dich verhältst – oder?

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