Persönlichkeitsentwicklung

Perfektionismus: Dein größter Gegner

Natürlich will man als Freelancer so wenig Fehler wie möglich machen. Sorgfalt ist gut, Sorge aber nicht immer. Warum das ein Unterschied ist, und mit welchem Prinzip du diesem Perfektionismus entgegenwirkst, erfährst du im folgenden Beitrag.

Gut, besser, perfekt …?

Jeder Text komplett fehlerfrei, keine Fehler im Programmcode – wie schön und trügerisch zugleich ist diese Vorstellung. Wenn du als Freelancer durchstartest und dich selbst als perfektionistisch beschreiben würdest, dann ist das kein Ritterschlag.

Das ist in etwa so originell wie die Antwort

„Ich will einfach alles noch besser als gut machen.“

auf die Frage:

„Was sind Deine Schwächen?“

Sicher, wir Deutsche sind bekannt für unsere Sorgfalt. Made in Germany ist noch immer ein Markenzeichen, auch und selbstverständlich bei der Arbeit von Freiberuflern. Doch daraus einen Perfektionismus als Ideal für dich abzuleiten, kann nur schiefgehen.

Das Paretoprinzip

Kennst du das Paretoprinzip? Es besagt, dass 80 % der Ergebnisse mit 20 % des Aufwands erreicht werden können. Umgekehrt heißt es, dass die übrigen 20 % vom Ergebnis sage und schreibe 80 % Aufwand benötigen!

Übersetzt bedeutet das: Ein nah an perfekt grenzendes Ergebnis, ein sehr gutes Ergebnis also, kannst du effizient mit verhältnismäßig geringem Aufwand erreichen. Willst du aber nah an die 100 %, so brauchst du 4x so lange dafür. Und die 100 % sind, wenn wir ehrlich sind, nicht zu erreichen. Es ist unmöglich, perfekte Ergebnisse abzuliefern. Dafür ist die Welt viel zu komplex, der Markt zu dynamisch, der Mensch unvollkommen.

Ein Gedankenspiel

Nehmen wir an, du wärst nach dem Aufstehen morgen früh auf dem fachlich neuesten Stand, auf dem man zu diesem Zeitpunkt sein kann – weltweit gesehen. Das heißt, du würdest alle Tricks, Kniffe und Erkenntnisse, die in den vergangenen 24 Stunden entdeckt wurden, beherrschen. Allein das ist natürlich absurd, genau wie der Perfektionismus. Aber darum geht es ja.

Nehmen wir weiterhin an, du startest mit diesem enormen Wissen deinen nächsten Auftrag. Bereits nach einer Stunde, ach, nach ein paar Minuten, sind irgendwo auf der Welt bereits wieder Fortschritte geschehen, die du verpasst. Und schon ist deine Arbeit nicht mehr perfekt. So what?

Der Unterschied zwischen sehr gut und perfekt

Sehr gut sein zu wollen, spornt dich an. Perfektionismus lähmt dich.

Sehr gut sein zu wollen, lässt dich größer werden und wachsen. Perfektionismus macht dich klein und setzt dir Schranken.

Sehr gute Ergebnisse können mit Übung, Fleiß und Geduld erreicht werden. Perfektionismus ist eine Illusion und daher unerreichbar.

Etwas sehr gut machen zu wollen, entspricht hingegen dem Paretoprinzip. Was aber steckt hinter dem Wunsch, alles perfekt machen zu wollen?

Die Angst, zu versagen. Die Angst, Fehler zu machen. Niemand machte gerne Fehler, schon gar nicht im Job. Und so ist diese ‚Krankheit‘, perfekt sein zu wollen, weit verbreitet und erstreckt sich über das Berufsleben hinaus. Von der Ernährung über den Haushalt hin zur Beziehung und dem eigenen Zeitmanagement – alles soll perfekt sein!

Der Umgang mit Fehlern

Mit deinen eigenen Fehlern und Grenzen umzugehen, gehört zu den größten Herausforderungen als Freiberufler. Du kannst dich hinter niemandem verstecken oder die Schuld auf andere schieben. Wenn du Fehler machst, dann liegt das in deiner Verantwortung.

Doch ist es immer gleich ein Weltuntergang? Erfreulich ist es nicht, klar. Gerade bei Neukunden willst du dir nichts zu Schulden kommen lassen, aber: Fehler passieren. Und liebevolle Nachsicht hilft dir dabei, konstruktiv mit diesen umzugehen.

Fazit

Erkenne den Unterschied zwischen sehr gut und perfekt. Du kannst hervorragende Ergebnisse auf deinem Fachgebiet erzielen, wenn du das Paretoprinzip im Hinterkopf behältst und dich darauf konzentrierst, so wenig Fehler wie möglich zu machen, ohne dich zu sehr unter Druck zu setzen.

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